Seitenverhältnisse

Aus aktuellem Anlass hier mal einige Gedanken zum Seitenverhältnis von Präsentationen bzw. Vortragsfolien.

Es gibt ja im Wesentlichen 2½ gängige Seitenverhältnisse, die von Projektoren verwendet werden, nämlich 4:3, 16:9 und vielleicht noch 16:10. Die Differenz zwischen 16:9 und 16:10 ist so gering, dass ich letzteres in diesem Artikel vernachlässigen werde.

Vortragende sollten ihre Foliensätze im passenden Format anlegen. Jede gängige Software ermöglicht das. Nur so kann man die zur Verfügung stehende Projektionsfläche optimal ausnutzen – und ein großes Bild ist immer besser als ein kleineres Bild.

Zeigt man 16:9-Folien auf einer 4:3-Projektion oder 4:3-Folien auf einer 16:9-Projektion, führt das dagegen zu ungenutzten Flächen an den Rändern der Projektionsfläche, weil der Projektor das empfangene Signal herunterskalieren muss (die einzige Alternative wäre, an den Rändern Inhalte abzuschneiden, aber das führt zu Anrufen bei der Support-Hotline; Ränder fallen dem durchschnittlichen Vortragenden dagegen gar nicht auf und werden stillschweigend akzeptiert).

So weit, so gut: als Vortragender kann man nun mal nicht immer wissen, welches Seitenverhältnis die Technik am Vortragsort verwendet, insofern sind die oben genannten Szenarien manchmal einfach nicht zu vermeiden – zumindest nicht ohne den Mehraufwand zu treiben, zwei Foliensätze vorzubereiten.

Manchmal – und jetzt kommen wir zum Anlass zu diesem Blogpost – wird das Skalierungsspiel aber noch eine Stufe weiter getrieben, sodass ein Rand rundherum um die Projektionsfläche entsteht. Das geht zum Beispiel so: Man steuert einen 4:3-Projektor mit einem 16:9-Signal an, sodass oben und unten Ränder entstehen. Auf diesem ohnehin schon beschnittenen Bild zeigt man nun 4:3-Folien, die wiederum von der Präsentationssoftware ins 16:9-Format skaliert und somit links und rechts mit Rändern aufgefüllt werden. So verliert man ca. 25% der Höhe, über 40% der Projektsfläche und einige Sympathien in den hinteren Reihen. Die Lösung ist einfach, da noch nicht einmal die Folien angepasst werden müssen: der Projektor muss lediglich mit dem korrekten Seitenverhältnis angesprochen werden.

Zusammenfassend also die Tipps bezüglich des Seitenverhältnisses:

  • Bringe möglichst vorab in Erfahrung, welches Seitenverhältnis der Projektor am Vortragsort verwendet und lege deine Folien darauf aus.
  • Liefere dem Projektor möglichst ein Signal in seiner nativen Auflösung, mindestens aber ein Signal in demselben Seitenverhältnis.

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