Vorlesungsfolien und Präsentationen annotieren

Ein sehr unterschiedlich gehandhabtes Thema ist ja das der Vorlesungsmitschriften. Je nach Veranstaltung benutze ich derzeit entweder ein Notebook mit PDF Annotator (leider nur für Windows 🙁 ) und schreibe mir meine Anmerkungen direkt ins PDF, oder ich drucke die Folien aus und mache mir handschriftliche Notizen. Die handschriftliche Variante kommt vor allem bei den mathematischen Vorlesungen zum Einsatz, dank der vielen mathematischen Symbole und griechischen Buchstaben kommt man mit einem Notebook ohne Stifteingabe einfach nicht hinterher.

Also drucke ich die Folien in diesem Fall aus. 2 Folien pro Seite, doppelseitig, also 4 Folien pro Blatt. Die Blätter werden dann anschließend gelocht und zusammengetackert.

Ich habe mir mit LaTeX eine Vorlage gebastelt, die die Folien so auf einer A4-Seite ausrichtet, dass ich rechts daneben und darunter genug zusammenhängenden Platz für Notizen habe. Zusätzlich habe ich ein 5mm-Karomuster hinter die Seite gelegt.

Beispiel

Beispiel: So könnte ein Ausdruck aussehen

Die Vorlage möchte ich gerne hier veröffentlichen. Macht damit, was ihr wollt. Ihr müsst im Prinzip nur in der Datei karo.tex den Titel (Kopfzeile) anpassen, euer PDF in der vorletzten Zeile dort eintragen, wo beispiel.pdf steht, und dann (ggf. 2×) pdflatex drüberlaufen lassen und das Ergebnis ausdrucken. Wer mag, kann aber natürlich auch noch etwas Feintuning betreiben und z.B. die Intensität der Karolinien anpassen.


Update 19.10.2018:

Inzwischen verwende ich zum Mitschreiben meist Xournal unter Linux. Dabei lade ich nicht direkt die bereitgestellten Folien, sondern wende darauf zuvor eine modifizierte Variante des Skripts von oben an, sodass auf der rechten Seite Platz für Kommentare bleibt:

Xournal mit einem geladenen Foliensatz

Das dafür verwendete Skript findet ihr ebenfalls auf GitHub. Der Aufruf ist einfach:

karo.sh beispiel.pdf "Titeltext"

Das Skript generiert dann im Ursprungsverzeichnis die Datei beispiel_k.pdf, die dann in Xournal geladen werden kann. Voraussetzung ist natürlich, dass eine LaTeX-Umgebung mit den benötigten Paketen installiert ist.

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